Erfahrungsbericht: Debian und T-DSL
Autor: Tobias Jordan
Stand: 13.04.2002
Letzte Änderung: 11.03.2004 (link auf debian package)
Für alle, die vorhaben auf einem Debian System ihren T-DSL Zugang zu installieren, möchte ich hier einen kleinen Erfahrungsbericht über meine Probleme bei dieser Aktion liefern und natürlich auch eine Lösung anbieten.
Ich habe also auf meinem kleinen Router Debian woody installiert. Für
den T-DSL Zugang habe ich die beiden Pakete pppoe_3.3-1.1 und
pppoeconf_0.9.10.5 aus dem woody-release installiert. Die Einrichtung
klappte problemlos und nach 10 min stand die Leitung. Alles gut und schön aber
nach einer Weile bemerkte ich, dass die Leitung komplett weg war und ich per
Hand eine neue Verbindung aufmachen musste . Die Option persist in der
etc/ppp/peers/dsl-provider war gesetzt und sollte eigentlich dafür
sorgen, dass die Verbindung auch nach einem Verbindungsabbruch der Gegenseite
wieder neu aufgebaut wird. Nach tagelangen Testen fand ich heraus, dass es mit
der Zwangstrennung von T-Online zu tun hat. Scheinbar schickt T-Online bei
dieser Zwangstrennung noch irgendwas mit, was den pppd komplett wegsterben
lässt. Und da dieser ja für die Wiedereinwahl zuständig war, hiess es nur noch:
Leitung weg!
Nach langem Hin und Her habe ich eine schnelle und brauchbare Lösung gefunden:
rp-pppoe! Dieser Treiber von Roaring Pengiun basiert zwar auch auf
dem pppd (und dieser ist auch hier nach der Zwangstrennung weg!), aber die
Wiedereinwahl läuft über das Skript adsl-connect (soweit ich das
richtig verstanden habe ...). Dieses Skript schaut nach, ob es noch einen pppd
gibt und falls nicht startet es einfach einen neuen. Ein fertiges Debian-Paket
findet ihr unter http://packages.debian.org/unstable/net/pppoe.
Zur Installation habe ich einfach die beiden anderen Pakete deinstalliert (dpkg --purge ...) und das Neue installiert (dpkg -i ...). VORSICHT: Falls dieser Router die einzige Möglichkeit ist, mit der Aussenwelt zu kommunizieren, überlegt genau, was ihr tut, bevor ihr die alten Pakete löscht. Nach den obligatorischen Einträgen in /etc/ppp/pppoe.conf und einem adsl-start läuft das Ganze und ist auch gegen Zwangstrennungen resistent.